106.I.3675 Bäckenhäusl in der Währingerstraße, keine Angabe (Dokument (Bildnis/Foto))

Archivplan-Kontext


Identifikationsbereich

Signatur:106.I.3675
Signatur Archivplan:106.I.3675
Titel:Bäckenhäusl in der Währingerstraße
Fotograf/Künstler:Elfriede Hanak-Broneder (1090, Servitengasse 8)
Entstehungszeitraum:keine Angabe
Fremdsignatur:VI/87

Informationsbereich

Archivalienart:Fotografie
Farbe/Bildbearbeitung:S/W
Format Positiv B x H:13,5 x 12,0 cm
Bemerkung:Bäckenhäusel (9, Währinger Straße 42, Boltzmanngasse 1). Das Haus trug seinen Namen nach dem dort stehenden Bäckerkreuz. Dieses wurde Anfang 16. Jahrhundert von einem Mitglied der Bäckerfamilie Lundler errichtet. Nach dem Aussterben der Familie kam das Bäckenhäusel an das Mitglied des Inneren Rats Paul Hirsch von Hirschfeld, der es am 29. April 1648 testamentarisch dem Bürgerspital zur Erweiterung des gegenüberliegenden Lazaretts Johannes in der Siechenals vermachte. Beim Siechenhaus stand ein Kirchlein, dessen Hochaltar den Pestpatronen Rochus und Sebastian gewidmet war. Die Benennung Bäckenhäusel kommt erstmals 1631 vor.
Die Gemeinde Wien richtete später hier eine Art „Kontumaz" ein. Auf derselben Liegenschaft wurde 1656 ein Gebäude als Rekonvaleszentenhaus für das Lazarett errichtet und bis ins 18. Jahrhundert mehrfach erweitert (1679, 1708, 1720, 1729 und 1776). 1713 breitete sich durch eine hierhergebrachte Frau die Pest über die benachbarte Gegend aus. Maria Theresia ließ das Bäckenhäusel bedeutend erweitern. Als es später als Unterkunft für Sieche Verwendung fand, entstand die Redensart „Der g'hört ins Bäckenhäusel". 1868 wurde die Anstalt aufgelassen. 1869 ging der Gemeinderat auf das Anerbieten des Finanzministeriums ein, ihm das alte Versorgungshaus im Tausch gegen die Viehmarktplätze in St. Marx und den veräußerbaren Teil des Gußhauses auf der Wieden zu überlassen. Die Realität wurde vom Ärar zunächst der Tabakregie zugewiesen (bis 1905; Austria Tabakwerke). 1907 wurde das Gebäude samt der 1729 umgebauten und in der Mitte des Vorhofs stehenden Rosalienkapelle demoliert. 1908 bis 1915 kam es auf vergrößertem Areal zum Neubau von Universitäts-Instituten. An der Stelle des Bäckenhäusel steht jetzt der Portaltrakt des Chemischen Instituts (Ecke Währinger Straße/Boltzmanngasse).
Quelle: https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/B%C3%A4ckenh%C3%A4usel; 03.06.2015
Ansichtsbild:
 

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  • 106.I.3675-A.JPG
  • 106.I.3675.tif
 

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