Angaben zur Identifikation |
Signatur: | AT-UAW/CA 2.0.192 |
Signatur Archivplan: | CA 2.0.192 |
Titel: | Anmerkungen des Konsistoriums zum Verzeichnis der Stipendiaten |
Entstehungszeitraum: | ca. 1784 - 1785 |
Schachtelnummer: | 42 |
Frühere Signaturen: | Reg. Nr. 188 |
Vorhanden: | Ja |
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Angaben zum Umfang |
Umfang: | 13 fol. |
Archivalienart: | Akt/Dokument |
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Angaben zu Inhalt und Struktur |
Inhalt: | Das Konsistorium berichtet der Niederösterreichischen Regierung, daß Johann Visconti in das Windhagische Alumnat aufgenommen wurde und die Stipendiaten Jakob Hacker und Karl Griesbach keine Zeugnisse erhalten haben; somit sind drei Stiftplätze der Ferdinandäischen Stiftung frei. Anstelle des Joseph Schmutzer erhält Paul Hainowetz ein Ohlayisches Stipendium. Der Bericht über die verliehenen außerordentlichen Stipendien wird noch erstattet. Die Superintendenten der Engelhartischen Stiftung wurden bereits angewiesen, das gefälschte Zeugnis von Johann Uhlmann zu verlangen und ihn vom weiteren Stipendienbezug auszuschließen. Den Superintendenten der Zwergerischen Stiftung wurde befohlen, daß sie außer Schülern der Normalschulen nur Studenten der Universität oder eines Gymnasiums aufnehmen. Diese sollen innerhalb von acht Tagen dem Konsistorium gemeldet werden, damit die Namen zur Bestätigung an den Hof weitergeleitet werden können. Derzeit hat nur der Stipendiat Franz Stütz diese Bestätigung; für die übrigen vorgeschlagenen Stipendiaten Franz Wibner, Franz Dombay, Franz Sungi, Joseph Strasser und Joseph Geiter müssen die Bestätigungen erst eingeholt werden. Bei der Goldbergstiftung wurden die Stiftplätze des Matthäus Rath und des Lorenz Graf mit den Studenten Karl Krzivanek und Ludwig Bauer besetzt. Der Superintendent der Leeberischen Stiftung wurde aufgefordert, einen ausführlichen Bericht über die Stiftung abzugeben. Wegen der Nachbesetzung der freien Stiftplätze in den beiden Cronischen Stiftungen wurden der Magistrat und der Fürstbischof von Laibach bereits informiert. Dies gilt auch für die Nachbesetzungen bei der Gerdesischen, Scheuermannischen, Strohmanzischen und Salzerischen Stiftung sowie bei der Lilienburse und der Rosenburse. Der Superintendent der Olberischen Stiftung wurde aufgefordert, einen Bericht abzugeben und die Bewerbung für die Stipendien für das zweite Semester 1785 bekanntgemacht [Konzept und Reinschrift] - Wien, 22. August 1785. Der Rektor und das Konsistorium berichten der Niederösterreichischen Regierung, daß nun die Verteilung der Stipendien für das zweite Halbjahr bevorsteht und sie deshalb einige Erläuterungen zur Entschließung vom 5. August anzubringen haben. Der für ein Stipendium der Ferdinandäischen Stiftung bestimmte Johann Visconti genießt auch ein Windhagisches Alumnat und deshalb wurde ihm das Ferdinandäische Stipendium wieder entzogen. Die beiden freien Stiftplätze wurden bis jetzt nicht durch die Stiftungsoberdirektion neu besetzt; sobald dies geschieht, erhalten die Stipendiaten ein jährliches Stipendium von je 60 fl.. Die bei der Ferdinandäischen und Strohmanzischen Stiftung bemängelte Auszahlung von außerordentlichen Stipendien ergibt sich daraus, daß manchmal nicht alle möglichen Stipendien ausbezahlt werden und so ein Überschuß entsteht. Wenn sich andererseits mehr Kandidaten bewerben als Stiftplätze frei sind, so können geeignete Kandidaten außerordentliche Stipendien erhalten. Der Stipendiat der Ohlayischen Stiftung Joseph Schmutzer hat kein Stipendium mehr erhalten, da er kein Zeugnis vorweisen konnte. Die erhöhte Zahl der Stipendiaten der Pacherischen Stiftung ergibt sich daraus, daß es derzeit keine Stipendiaten aus der Familie des Stifters gibt und diese Summe daher für zusätzliche Stipendien verwendet wurde. Der Stipendiat der Engelhartischen Stiftung Johann Uhlmann wurde ausgeschlossen, nachdem ihm sein gefälschtes Zeugnis abgenommen wurde. Die Stiftplätze der Goldbergstiftung, die nach dem Austritt des Matthäus Rath und des Lorenz Graf freigeworden sind, wurden nachbesetzt. Der |
| Bericht über die Leeberische Stiftung wurde mit Beigabe des Stiftbriefes und des Testament des Stifters bereits übergeben. Die Superintendenten der Zwergerischen Stiftung haben laut dem Stiftbrief das Recht, Stipendiaten zu ernennen, ohne die Zustimmung des Konsistoriums einholen zu müssen. Außerdem ist die Stiftung in erster Linie für Familienangehörige des Stifters gedacht; laut der Aussage des Sup erintendenten Hillmayr sind die fünf Stipendiaten alle Familienangehörige. Er werde die Zeugnisse aber nachreichen. Wegen der Präsentation eines dritten Stipendiaten für die Knäflische Stiftung wurde bereits der Bischof von Laibach und der Magistrat informiert; es wurde bis jetzt aber noch niemand präsentiert. Bei der Gerdesischen Stiftung wurde Anton Seissenschmied aus Westfalen für den freien Stiftplatz bestimmt. Da sich bei der Lilienburse niemand aus den festgesetzten Herkunftländern gemeldet hat, wurden die Plätze an andere Studenten vergeben. Bei der Salzerischen Stiftung hat sich ebenfalls niemand gemeldet, so daß die Stipendien ihren bisherigen Inhabern belassen wurden. Bei der Olberischen Stiftung wurde bis jetzt noch kein Stiftbrief aufgesetzt, weil nach dem Testament derzeit noch die Familie von Rumel die Zinsen des veranlagten Kapitals bezieht. Die derzeitigen Nutznießer sind Maximilian von Rumel in St. Pölten und Johann von Rumel in Regensburg. Die Obligation befindet sich derzeit bei Johann von Rumel; um die Herausgabe wird verhandelt - 14. Oktober 1785 [späterer Nachtrag]. [anschließend]: Der Rektor und das Konsistorium berichten der Niederösterreichischen Regierung in ihren Erläuterungen zum Verzeichnis der Stipendiaten, daß die Lammburse mit der Bricci - Ramingischen Stiftung vereinigt wurde. Wegen der Präsentation von Studenten für die beiden Cronischen Stiftungen wurde der Magistrat und der Bischof von Laibach bereits informiert. Der Stipendiat der Ferdinandäischen Stiftung Karl Griesbach hat zwar kein Zeugnis vorgelegt, soll aber gemäß einer Allerhöchsten Resolution trotzdem weiterhin das Stipendium beziehen. Bei der Gerdesischen Stiftung wurde Anton Seissenschmid aus Westfalen als Stipendiat aufgenommen. Goldberg - etc. - Der Stipendiat der Knafflischen Stiftung Michael Perco, der im Juni 1784 das zweite Examen für die Graduierung gemacht hat, wurde ermahnt, im kommenden Semester die weitere Prüfung zu absolvieren. Bei der Lilienburse fanden sich keine Kandidaten aus Württemberg oder dem Rheinland; deshalb wurden die beiden Stiftplätze an Österreicher vergeben. Das freie Stipendium der Mayzenischen Stiftung bleibt unbesetzt. Auch bei der Ohlayischen Stiftung sind drei Stiftplätze unbesetzt. Der Stipendiat der Pacherischen Stiftung Thomas Voilth [?] hat wegen seiner Krankheit keine Prüfung absolvieren können und wird das Zeugnis nachreichen. Ebenso muß der Stipendiat der Bricci - Ramingischen Stiftung Michael Prinz seine wegen Krankheit versäumten Prüfungen nachholen. Bei der Rosenburse hat sich zwar ein Student aus Gaubitsch, aber noch keiner aus Mistelbach gemeldet. Deshalb hat der Superintendent den Joseph Mässer als zusätzlichen Stipendiaten aufgenommen. Bei der Rumpfschen Stiftung sind derzeit nur 11 Stipendiaten, da der Johann Bentgen als Kandidat für das theologische Doktorat ein doppeltes Stipendium bezieht. Bei der Salzerischen Stiftung hat sich noch kein Kandidat gefunden; dies gilt auch für die Scheuermannische Stiftung. Deshalb erhält der Stipendiat Jakob Offner das doppelte Stipendium. Die Superintendenten der Engelhartischen Stiftung haben den Michael Pfenningbauer für den freien Stiftplatz vorgeschlagen; da dieser aber nicht die nötigen Leistungen erbracht hat, soll ein anderer vorgeschlagen werden. Bei der Zwergerischen Stiftung wurde Franz Stütz aufgenommen; da dieser aber ein Stipendium der Goldbergstiftung erhält, soll ein anderer vorgeschlagen werden - Oktober 1784 [?] |
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Weitere Bemerkungen |
Bemerkung: | Vgl. CA 2. 0. 189. Datierung des Konzeptes vom Oktober 1784 vermutlich falsch; vgl. dazu CA 2. 0. 192. |
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Behältnisse |
Anzahl: | 1 |
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URL für diese Verz.-Einheit |
URL: | https://scopeq.cc.univie.ac.at/Query/detail.aspx?ID=22468 |
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